Peter Ferdinand Drucker, der Pionier der modernen Managementlehre, starb am11. November 2005. Zu seinem 100. Geburtstag am 19. November finden viele Veranstaltungen statt.
Auch heute, vier Jahre nach seinem Tod, gilt er noch immer als die unbestrittene Nummer eins unter den Management-Vordenkern.
Peter Drucker hat das modernen Managements als eine vitale gesellschaftliche werteorientierte Funktion gesehen. Er war immer Verteidiger verantwortungsvollen Handelns in Führungs- und Managementfragen. Dank seiner ganzheitlichen Sichtweise und seines visionären Weitblicks dachte er wesentliche Entwicklungen der Wissensgesellschaft voraus. Er war hochgelobt, ist aber bei der Umsetzung seiner Regeln im täglichen Geschäft falsch verstanden oder absichtlich missverstanden worden.
Er hat drei goldene Regeln der Mitarbeiterführung definiert: „Begegnen Sie den Menschen in Ihrem Unternehmen jeden Tag mit Würde und Respekt. Geben Sie Ihren Mitarbeitern alles an Bildung, Training, Ermutigung, Unterstützung, was sie brauchen. Quittieren Sie Leistung mit Anerkennung”. Für Menschen Sorge zu tragen, ist laut Drucker die oberste Aufgabe des Unternehmers. Besonders in Zeiten knapper werdender Personal-Ressourcen wird dies bedeutsam auch für KMU´s. Eine sinkende Gesamtbevölkerungszahl in Deutschland beinhaltet auch eine sinkende Zahl an Arbeitskräften und qualifiziertem Nachwuchs. Der aus dieser Situation entstehende Fachkräftemangel trifft ebenfalls die KMU´s, daher ist Mitarbeiterbindung nicht mehr nur etwas für Konzerne oder Großunternehmen. Ein spannendes Thema also, denn Qualifizierte können ihr Talent in verschiedenen Branchen, Unternehmen, Funktionen einsetzen – wenn es ihnen in einem Unternehmen nicht passt, ziehen sie weiter. Nur eine starke Identifikation hält Leistungsträger auf Dauer.”


